Sie wurden von Fachleuten des Regionalen Naturkundemuseums – Plowdiw geschaffen und befinden sich im Biologiekabinett sowie im Kabinett für Geographie und Wirtschaft, wo sie den Unterricht durch echte Mineral- und Gesteinsproben unterstützen werden.
Die Ausstellung im Kabinett für „Geographie, Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“ präsentiert authentische Exponate, die von der geologischen Geschichte und dem natürlichen Reichtum Bulgariens erzählen. Durch sie können die Schülerinnen und Schüler die Entwicklung der Gesteine vom Präkambrium bis zum Känozoikum nachvollziehen und außerdem deren chemische Zusammensetzung, physikalische Eigenschaften und Anwendungen in verschiedenen Bereichen verstehen.
Auch im Biologiekabinett wurde eine thematische Ausstellung eingerichtet, die den Unterricht in Biologie und Gesundheitserziehung ergänzt. Durch anschauliche Exponate und wissenschaftliche Informationen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Zusammenhänge zwischen natürlichen Prozessen, Ökologie und Umweltschutz besser zu verstehen.
„Moderne Bildung sollte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, nicht nur Wissen zu erwerben, sondern auch die Verbindungen zwischen Wissenschaft und realer Welt zu erforschen und zu entdecken“, betonte Nikolay Milev, Direktor der Nationalen Handelsoberschule. Seinen Worten zufolge fördern solche Initiativen die Neugier junger Menschen und zeigen, wie das im Unterricht Gelernte praktisch angewendet werden kann.
Der Direktor des Regionalen Naturkundemuseums – Plowdiw, Hauptassistent Dr. Ognyan Todorov, merkte an, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Museum und der Schule ein wichtiger Schritt zu einem engeren Kontakt zwischen Wissenschaft und Schülerinnen und Schülern sei. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Partnerschaft auch künftig durch Bildungsvorträge und Treffen mit den Schülerinnen und Schülern weiterentwickeln könne, die ihr Wissen über die Natur und ihre Ressourcen ergänzen.
Während der Veranstaltung wurden Präsentationen über die Initiative und die Tätigkeit des Museums vorgestellt. Die Oberlehrerin für Geographie und Wirtschaft, Yulia Kyoseva, erläuterte, wie die neuen Ausstellungen im Unterricht eingesetzt werden und wie die Schülerinnen und Schüler dadurch den Ursprung und die Anwendung von Mineralien erforschen können.
Das Projekt zeigt, wie verschiedene wissenschaftliche Bereiche in einem gemeinsamen Lernprozess miteinander verbunden werden können. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Wissen aus Geographie, Chemie, Physik, Ökologie und Informationstechnologie, um Mineralien und ihre Rolle in modernen Technologien zu analysieren – von der Wasserreinigung durch Zeolith über die Entschwefelung von Emissionen mit Kalkstein bis hin zur Anwendung von Serpentinit in der Kernenergie und Bentonit im Infrastrukturbau.
Ein innovatives Element im Unterricht ist auch die Nutzung geografischer Informationssysteme (GIS) und von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz, mit denen die Schülerinnen und Schüler Mineralvorkommen lokalisieren und deren Anwendung im Kontext der modernen „grünen Wirtschaft“ analysieren können.
Nach dem offiziellen Teil betrachteten die Gäste und die Schülerinnen und Schüler die Ausstellungen aus der Nähe und machten sich mit den präsentierten Exponaten vertraut.
Die Initiative wurde dank der Arbeit der Oberlehrerinnen Yulia Kyoseva und Nevena Samohodova umgesetzt, die projektbasiertes Lernen aktiv in ihren Unterrichtsfächern einführen.